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Steigleitungen sanieren, bevor im Haus endgültig die Luft raus ist

Kaiserteam
15. Sept.
3 Min. Lesezeit


Man sieht sie nicht. Man denkt selten über sie nach. Und solange alles funktioniert, interessiert sich eigentlich auch niemand besonders für sie: die elektrischen Steigleitungen.


Dabei geht ohne sie in einem Mehrparteienhaus ziemlich wenig.

Vereinfacht gesagt sind Steigleitungen die Hauptleitungen, die den Strom durchs Gebäude zu den einzelnen Wohnungen bringen.


Und genau da liegt bei vielen älteren Zinshäusern und Wohnhausanlagen irgendwann das Problem: Die Leitungen wurden für einen Strombedarf geplant, der mit unserem heutigen Alltag wenig zu tun hat.


Ein Kühlschrank, ein Fernseher, ein paar Lampen, das war einmal.

Heute kommen Geschirrspüler, Trockner, Computer, Klimageräte und jede Menge andere Technik dazu.


Die Anforderungen sind gestiegen. Die Leitungen sind aber dieselben geblieben.


Was ist eine elektrische Steigleitung eigentlich?


Man kann sich die Steigleitung wie die Hauptstraße der Stromversorgung in einem Mehrparteienhaus vorstellen.


Vom Hausanschluss beziehungsweise der Hauptverteilung wird der Strom über diese Leitungen durch das Gebäude und weiter zu den einzelnen Wohnungen verteilt.

Die Leitungen verlaufen meist durch mehrere Stockwerke, daher auch der Name „Steigleitung“.


Solange alles funktioniert, bekommen Bewohnerinnen und Bewohner davon wenig mit. Für Hausverwaltungen und Eigentümer von Zinshäusern wird das Thema meistens erst interessant, wenn Störungen auftreten, eine Elektrosanierung ansteht oder bei einer Überprüfung Mängel festgestellt werden.


Warum können alte Steigleitungen zum Problem werden?


Alt bedeutet bei einer Elektroinstallation nicht automatisch schlecht oder gefährlich.

Entscheidend sind der Zustand der elektrischen Anlage, ihre Ausführung und die Anforderungen, die heute an sie gestellt werden.


Gerade in älteren Zinshäusern kann es vorkommen, dass die vorhandene elektrische Infrastruktur für den heutigen Strombedarf nicht mehr ausreichend ausgelegt ist. Auch Leitungen, Anschlüsse, Verteiler und Schutzmaßnahmen altern und können irgendwann erneuerungsbedürftig werden.


Spätestens wenn regelmäßig Störungen auftreten, Umbauten geplant sind oder bei einer elektrotechnischen Überprüfung Mängel festgestellt werden, sollte man genauer hinschauen.


Denn „hat die letzten 40 Jahre funktioniert“ ist zwar beruhigend, aber leider kein technischer Befund.


Erst einmal schauen, was wirklich gemacht werden muss


Bevor saniert wird, nehmen wir den Bestand genau unter die Lupe.

Dabei schauen wir uns unter anderem an: Aus welchem Jahr stammt das Gebäude? Wann wurde die Elektroinstallation errichtet oder zuletzt verändert? Gibt es bereits Elektrobefunde oder andere Unterlagen? Und in welchem Zustand befindet sich die bestehende Anlage heute?


Ein wichtiger Punkt dabei ist der sogenannte Bestandsschutz. Vereinfacht gesagt wird geprüft, welche Teile einer bestehenden Elektroinstallation weiterhin verwendet werden können und wo aufgrund des Zustands, bestehender Mängel oder geänderter Anforderungen tatsächlich Handlungsbedarf besteht.


Denn eine ältere Anlage muss nicht automatisch komplett erneuert werden, nur weil sie nicht gestern eingebaut wurde.


Deshalb gilt bei uns: erst den Bestandsschutz prüfen, dann entscheiden, was wirklich gemacht werden muss.


Das ist gerade bei älteren Zinshäusern wichtig. So lässt sich eine Sanierung gezielt planen, anstatt vorsorglich alles neu zu machen, obwohl das technisch vielleicht gar nicht notwendig ist.


Wann ist eine Steigleitungssanierung sinnvoll?


Auf Basis dieser Bestandsprüfung lässt sich beurteilen, ob und in welchem Umfang eine Steigleitungssanierung im Mehrparteienhaus notwendig ist.


Dabei geht es nicht nur darum, was heute gebraucht wird. Auch die nächsten Jahre sollten bei der Planung eine Rolle spielen.

Vielleicht steht ohnehin eine größere Sanierung an. Vielleicht sollen Wohnungen modernisiert werden. Vielleicht ist künftig eine Ladeinfrastruktur für E-Mobilität vorgesehen.


Wer solche Entwicklungen früh mitdenkt, erspart sich im besten Fall, einige Jahre später wieder von vorne anzufangen.


Wie funktioniert eine Steigleitungssanierung im bewohnten Haus?


Und jetzt kommt der Teil, der Hausverwaltungen meistens mindestens genauso interessiert wie die Technik:


Was bedeutet das für die Bewohnerinnen und Bewohner?


Ein Zinshaus wird für eine Elektrosanierung schließlich nicht einfach leergeräumt. Menschen wohnen dort, müssen in ihre Wohnungen und brauchen natürlich weiterhin Strom.


Deshalb ist bei der Sanierung elektrischer Steigleitungen die Organisation mindestens so wichtig wie die technische Umsetzung.


Die Arbeiten müssen sinnvoll aufgeteilt, Termine koordiniert und notwendige Stromunterbrechungen rechtzeitig kommuniziert werden. Je nach Umfang der Sanierung sind außerdem Zugänge zu Wohnungen oder Allgemeinbereichen erforderlich.


Je besser diese Abläufe im Vorfeld geplant sind, desto weniger Reibung entsteht während der Arbeiten.


Denn eine Baustelle lässt sich bei einer Sanierung nicht wegzaubern. Unnötiges Chaos schon.


Was bringt die Sanierung langfristig?


Bei einer Steigleitungssanierung geht es nicht darum, alte Leitungen auszutauschen, nur weil sie alt sind.


Es geht darum, eine sichere und zeitgemäße Elektroinstallation für das gesamte Gebäude zu schaffen.


Eine entsprechend geplante Anlage kann die Betriebssicherheit erhöhen, zukünftige Modernisierungen erleichtern und dafür sorgen, dass die elektrische Infrastruktur auch zu den Anforderungen der kommenden Jahre passt.


Für Hausverwaltungen und Zinshausbesitzer bedeutet das vor allem: planbarer investieren statt irgendwann unter Zeitdruck reagieren.


Das Kaiserteam unterstützt Hausverwaltungen und Eigentümer von Zinshäusern in Gablitz und Umgebung dabei von der Bestandsaufnahme über die Planung bis zur Umsetzung im laufenden Wohnbetrieb.


Denn am Ende sollen Steigleitungen vor allem eines tun:

Strom dorthin bringen, wo er gebraucht wird. Ohne dass sich irgendjemand im Haus darüber Gedanken machen muss.

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